Wie wir es bereits geahnt haben: Die “Krücke” der CoronaEinreiseVO ist rechtswidrig! So geht man nicht mit Grundrechten um. Die ausgewiesenen Europabefürworter sollten sich in Grund und Boden schämen!

“Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die grundsätzliche Quarantänepflicht für Menschen außer Vollzug gesetzt, die aus dem Ausland in das Land einreisen. Das teilte die Justizbehörde am Montagabend mit. Der Senat setzte mit dem Beschluss den Paragrafen 5 der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vom 8. Mai einstweilig außer Vollzug. Er unterwirft aus dem Ausland Einreisende grundsätzlich einer Quarantänepflicht. Die Richter gaben dem Eilantrag des Eigentümers einer Ferienhausimmobilie in Schweden statt. Der Beschluss vom 11. Mai ist unanfechtbar, wie es hieß.

Ein Argument der Richter: Das Infektionsschutzgesetz lasse eine Regelung durch Rechtsverordnung nur zu, wenn bestimmte Voraussetzungen vorlägen. Dieses Gesetz sehe Quarantäne nur für bestimmte Personen vor – etwa Kranke oder Krankheitsverdächtige. Im Hinblick auf die weltweiten Fallzahlen, die in Relation zur Weltbevölkerung zu setzen seien, könne auch bei Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer ein aus dem Ausland Einreisender aber nicht pauschal als Krankheits- oder Ansteckungsverdächtiger angesehen werden” (https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-news-deutschland-aktuell-1.4828033).

Die Hannoversche Allgmeine fügt noch einen Hinweis des Gerichts hinzu:

“Die Freiheit von unter Quarantäne Gestellten werde in erheblichem Maße beschränkt. Es sei aber möglich, durch Rechtsverordnungen Risikogebiete auszuweisen, die die Verhängung einer Quarantäne rechtfertigten. Alternativ könne der Staat Menschen, die aus dem Ausland einreisen, verpflichten, sich unverzüglich bei den jeweils zuständigen Infektionsschutzbehörden zu melden. Diese könnten dann – etwa durch Befragungen und/oder Tests – Maßnahmen ergreifen” (https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Niedersachsen-Oberverwaltungsgericht-kippt-Quarantaenepflicht-fuer-Einreisende).

Noch ein Link: https://www.tagesschau.de/inland/quarantaenepflicht-corona-101.html .

So muss ein Rechtsstaat agieren: Das Gericht fordert in dieser Aussage, dass die Gesundheitsämter erst Befragungen und vielleicht Tests bei den Rückkehrern vornehmen, um nach deren Ergebnis dann Maßnahmen zu verhängen. Natürlich darf man mich in Quarantäne stecken, wenn eine Infizierung nachgewiesen ist – aber nicht pauschal jeden Rückkehrer als potentiellen Infizierten darstellen. Hieran wird deutlich, dass der Staat mit dieser Verordnung bewusst seine Kompetenzen überschritten und die Rechtsstaatlichkeit außer Acht gelassen hat.

Deutlich machen möchten wir aber auch, dass wenn ich als Rückkehrer Fieber und trockenen Husten habe, ich mich selbstverständlich selbstständig in Quarantäne begebe und das Gesundheitsamt darüber verständige! So wie jeder es auch in Deutschland halten sollte!

Unserer Auffassung nach handelt es sich hierbei um ein bundesweit gültiges Grundsatzurteil, da Rechtsmittel (Anrufung des Bundesverwaltungsgerichts) nicht zugelassen sind. Zumindest löst dieses Urteil eine unklare Rechtslage aus, auf die alle anderen Länder unverzüglich reagieren müssen(!). Sie können sich unserer Auffassung nach auf diese unklare Rechtslage berufen. Außerdem wird  keine Landesregierung gegen ein Urteil eines Oberverwaltungsgericht argumentieren – jedenfalls nicht in dieser Sache. Zudem handelt es sich bei der niedersächsischen Verordnung um eine Musterverordnung, die Bund und Länder gemeinsam verfasst haben.

Was bedeutet dieses Urteil nun für die Ferienhausurlauber, die gerne an die nordholländische Küste fahren?

Gute Fahrt und gute Erholung!

Denn ganz Nordholland ist alles andere als ein RIsikogebiet – unsere täglichen Zahlen des RIVM (Gesundheitsministerium der Niederlande) weisen das auch nach.

Ministerpräsident Laschet zieht für NRW die Konsequenzen aus dem Urteil und kündigt an, dass er alsbald die Quarantäneregelung aussetzen will (https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/laschet-quarantaene-lockerung-ausland-100.html). Erstaunlich ist allerdings was er noch gesagt haben soll: “Diese Regelung sei niemandem erklärbar, so Laschet weiter. Wenn jemand aus einem gefährdeten Landkreis in ein Land mit deutlich weniger Infektionen reise und nach seiner Rückkehr 14 Tage in Quarantäne soll: Das sei lebensfremd.”

Da fragt sich doch derjenige, der aufgrund dieser Regelung nicht in seinen geplanten Urlaub nach Nordholland gefahren ist, ob unsere Politiker noch auf demselben Planeten leben wie wir. Diese Aussage offenbart, wie willfährig wir alle Beschränkungen über uns haben ergehen lassen. Es würde mir persönlich reichen, wenn sich die Politiker die Bedeutung des Wortes “Differenziertheit” merken würden. Alle die, die vorschnell storniert haben, sind nun die Leidtragenden dieser oberflächlichen Politik.

Das Urteil des OVG Niedersachsen sowie die Ankündigung des Herrn Laschet reichen allemal aus, um auch als Einwohner von NRW die Urlaubsreise nach Nordholland antreten zu können.

Nordrhein-Westfalen setzt die Quarantäneregelung zum 15.05.2020 aus (https://www.fr.de/panorama/coronavirus-corona-krise-deutschland-infektionen-massnahmen-lockerungen-reproduktionszahl-zr-13762762.html) (https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/quarantaene-regel-rueckkehrer-abschaffung-100.html). Ein Stück Fremdschämen geht zuende…

Der 13. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit Beschluss vom 11. Mai 2020 (13 MN 143/20) § 5 der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona Virus vom 8. Mai 2020, der aus dem Ausland
Einreisende grundsätzlich einer Quarantänepflicht unterwirft, einstweilig außer
Vollzug gesetzt
(zur Erläuterung sei hier noch angefügt, dass alle Bundesländer dieselbe Musterverordnung hatten und nur kleine Passagen in einigen Ländern verändert wurden / redaktionelle Anmerkung)

In ihrer Begründung sagen die Richter u. a. Folgendes: “
Es fehle bereits an der erforderlichen Ermächtigungsgrundlage für den Erlass einer derartigen Vorschrift”. Dieser Satz ist eine schallende Ohrfeige für unsere Politiker, die wieder einmal alle rechtlichen Vorgaben unserer Gesetzgebung bewusst außer Acht gelassen haben, um ihre Bürger wie kleine Kinder zu gängeln und ihnen einfach mal so ihre Grundrechte nach Gutdünken entziehen (https://oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/13-senat-setzt-grundsatzliche-quarantanepflicht-fur-aus-dem-ausland-einreisende-ausser-vollzug-188236.html). Dieser Vorgang zeigt uns, dass wir kritisch bleiben müssen und nicht jede Verordnung ohne Fragen hinnehmen sollten. Dass wir mit unserem Standpunkt von Anfang an Recht hatten, befriedigt uns in keinster Weise. Wir schämen uns für diese Denk- und Arbeitsweise deutscher Politiker, die sich nicht an Recht und Gesetz halten. Ganz besonders für die Politiker, die in verschiedenen Bundesländern die Einreiseverordnung nicht sofort ausgesetzt haben. Gesetze und Verordnungen werden erst dann gut, wenn Richter(!) sie bestätigen!

Nur eine Bitte: Achten Sie auf alle(!) Hygieneregeln – in Ihrem und in unser aller Interesse!

Am 18.04.2020 berichtet die niederländische Zeitung “De Telegraaf” von einem Stau in Roermond an der Grenze zu Deutschland (https://www.telegraaf.nl/nieuws/2079634598/duitsers-slaan-advies-in-de-wind-lange-files-bij-grenscontroles-roermond).

Wir übersetzen Ihnen einmal den Text ins Deutsche:

“Deutsche schlagen Ratschläge in den Wind, lange Staus bei Grenzkontrollen in Roermond”

Der Grenzschutzbeamte kann ihnen nicht die Einreise in die Niederlande verbieten und ihnen höchstens davon abraten. Viele Deutsche sagten, sie hätten eine E-Mail von einem Hafenmeister eines Yachthafens in Roermond erhalten. Sie sollten ihr Boot zu Wasser lassen oder an ihrem Boot arbeiten. Andere Deutsche sagten auch, sie seien auf dem Weg zu Einkaufszentren.

In Zentral-Limburg gibt es mehr als zehn Yachthäfen mit Tausenden von Booten. Einige Häfen haben deutsche Bootsbesitzer per E-Mail über die hier geltenden Maßnahmen informiert. Manchmal wurde in dieser E-Mail auch darum gebeten, im Voraus einen Termin zu vereinbaren, wann das Boot zu Wasser gelassen werden soll. Den Hafenmeistern zufolge liegt die Initiative für dieses Abkommen jedoch nicht bei ihnen, sondern bei den Deutschen.

Ein Gesetzeshüter aus der Provinz an der Grenze sagte, dass in einer Stunde bereits sechzig Deutsche durchgefahren seien und argumentierten, sie wollten ihr Boot zu Wasser lassen. Viele Deutsche sagten, dass in ihrem Land am Montag viele Dinge wieder geöffnet werden. Sie seien davon ausgegangen, dass es in den Niederlanden nicht anders sei. Traditionell überqueren viele Deutsche sonntags und teilweise samstags die Grenze in Zentral-Limburg, weil die Geschäfte dann bei ihnen geschlossen sind.

In Vlodrop gab es am Samstagmorgen keine Kontrolle des Grenzschutzes an der Grenze, so dass die Deutschen ungestört durch die Stadt fuhren. Insbesondere die Parkplätze benachbarter Gartencenter waren voller Autos mit weißen Nummernschildern.

Laut einem Sprecher des Marechaussees (Grenzschutz) herrscht an der Grenze im Allgemeinen eine „geringe Verkehrsintensität“, obwohl in Roermond mehr los ist als sonst. Der Sprecher betont, dass es kein offizielles Einreiseverbot gibt und der Grenzschutz Personen lediglich um Rückkehr bitten kann. Ihm zufolge wird dies in der Hälfte der Fälle befolgt.”

Ergo: Ich kann jederzeit in die Niederlande einreisen und niemand wird mich daran hindern! Fahrt doch einfach einmal für einen Tag an die Küste und probiert es aus!!!

Dass die niederländischen Gemeinden sich auch jetzt über einen Besuch von deutschen Gästen freuen, können Sie folgender Seite entnehmen: https://www.schagen.nl/deutsch/

Am 23.05.2020 wurden Bilder in deutschen Medien veröffentlicht, die einen vollen Badestrand mit ausuferndem Verhalten hinsichtlich der Abstandsregelungen zeigen (https://www.rtl.de/cms/langes-corona-wochenende-deutsche-urlauber-tummeln-sich-an-hollands-straenden-4546462.html). Allerdings zeigt dieses Bild bei RTL den Strand in Scheveningen. Scheveningen liegt direkt in Den Haag, einer Stadt mit über 500.000 Einwohner. Auch in den niederländischen Medien wird dieser Abschnitt gezeigt (https://www.rtl.de/cms/langes-corona-wochenende-deutsche-urlauber-tummeln-sich-an-hollands-straenden-4546462.html) und darüber berichtet. Wer in Corona-Zeiten  einen Strand mit Boulevard und 500.000 Menschen im Rücken aufsucht, dem muss man nun wirklich den Puls fühlen. Allerdings wäre ein Bild in der Vogelperspektive ehrlicher, anstatt ein Bild in die Ferne, wo sich der Blickwinkel verjüngt und es so aussieht als stehen alle auf einem Haufen. Dieser Strandabschnitt liegt in der Mitte der Niederlande. Unsere Ferienregion ist Nordholland, in der es bis zu 100m breite Strände gibt. Bislang war noch kein einziger Strand in Nordholland wegen Corona gesperrt. Wenn man hier an einem Strandabschnitt zwei Minuten nach rechts oder links geht, ist man völlig alleine – selbst in der Hochsaison! Worauf wir hinauswollen, ist die Differenzierung. Schauen Sie genau nach, wo diese Strandabschnitte sein sollen, von denen in dieser Form berichtet wird und wo will ich meinen Urlaub verbringen? Wie verhält es sich dort?

Die Aussage, dass es Gemeinden gibt, die zum Fernbleiben deutscher Touristen in Küstenregionen aufrufen, halten wir für populistisch und nicht nachvollziehbar. Uns ist keine solche Region derzeit bekannt. Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen! Schauen Sie genau hin und überprüfen Sie solche Meldungen! Wir helfen Ihnen gerne bei derartigen Fragen. Wir liefern Ihnen auch die Quellen der wahren Meldungen…

 

Am 15.04.2020 hat die Bundesregierung neue Maßnahmen beschlossen, die den Umgang mit Covid-19 regeln. Hierzu gehört auch der Reiseverkehr. Bürger aus Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz dürfen zu touristischen Zwecken nicht in unser Land einreisen. Gleiches gilt für Nicht-EU-Bürger.

Allerdings dürfen Deutsche sehr wohl in die Niederlande ausreisen. An dem Beispiel von NRW können wir uns einmal die “CoronaEinreiseVO” (https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/2020-04-09_coronaeinreisevo_nrw_mit_begruendung.pdf) ansehen. Sie wurde am 09.04. erlassen und besagt, dass derjenige, der länger als 72 Stunden in den Niederlanden war und wieder nach Deutschland einreist, eine freiwillige 14-tägige Quarantäne einhalten muss. Hierzu soll er sich beim jeweiligen Gesundheitsamt seiner Heimatstadt melden. Derjenige, der sich allerdings nach seiner Rückkehr auf Covid-19 testen lässt und negativ ist, muss nicht in die Quarantäne. Nun besagt die Verordnung aber auch, dass sie am 19.04.2020 wieder außer Kraft tritt. Damit wollte man offensichtlich den Osterreiseverkehr verhindern . Am 16.04.2020 wurde die Corona-Schutz-Verordnung (CoronaSchVO) neugefasst (https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/2020-04-16_verordnung_zur_aenderung_von_rvoen.pdf). Im Artikel 3 heißt es, dass der 19.04.2020 als Ablaufdatum der Verordnung durch den 03.05.2020 ersetzt wird. Somit müssen für eine Sanktionierung folgende Dinge praktisch erfüllt werden:

1. Ich muss vor der Grenze von einer Streife der Bundespolizei angehalten werden. Ferner müssen meine Personalien notiert und ein Bericht der Beamten gefertigt werden. Ob dieser Bericht an das Gesundheitsamt meiner Heimatstadt geschickt werden würde ist recht unwahrscheinlich, da noch kein Verstoß vorliegt. Es könnte ja sein, dass ich innerhalb von 72 Stunden wieder in die Bundesrepublik einreise. Erst wenn ich wieder einreise und ein zweites Mal kontrolliert werden würde, wäre das möglich.

2. Dass die Polizeibeamten der Bundespolizei die Arbeit von Gesundheitsämtern in der gesamten Republik übernehmen, wo sie mit der Vielzahl der europäischen Kriminellen sicherlich gehaltvollere Arbeit leisten müssen und auch wollen, könnte man bezweifeln.

3. Ereilen mich jedoch diese beiden Unwahrscheinlichkeiten, müssen halt diejenigen im Auto einen Antikörpertest  vornehmen, die im Nachgang keinen Urlaub mehr von ihrem Arbeitgeber haben und darlegen, dass sie nicht infiziert sind. Rufen Sie schon heute bei Ihrem Gesundheitsamt an und fragen Sie nach!!!

4. Also: Die CoronaEinreiseVO muss verlängert werden. Ich muss 2x angehalten und kontrolliert werden. Die Beamten müssen mir beweisen, wann ich ein- und wann ich ausgereist bin. Schlussendlich kann ich noch versuchen, mich mit einem Antikörpertest der Quarantäne zu entziehen.

Der ungeübte Leser in rechtlichen Fragen könnte glauben, dass hier eine Anleitung zum Verstoß einer Ordnungswidrigkeit dargeboten wird. Dem ist natürlich nicht so. Es werden hier lediglich ein paar Dinge für diejenigen Bürger dargelegt, die sich rücksichtsvoll und empathisch mit dem Coronavirus auseinandersetzen, jedem Menschen nicht näher als 1,5 Meter kommen und einfach nur ein bisschen an den 100 Meter breiten Strand (ohne Boulevard) gehen, oder Fahrradfahren, oder einfach nur auf der Terrasse ein Buch lesen möchten. Mehr nicht!

Noch ganz wichtig:

Ich kann jederzeit(!) wieder in die Bundesrepublik einreisen – auch daran wird mich niemand hindern. Sollte eigentlich auch jedem klar sein, wenn über 220.000 Deutsche aus der ganzen Welt zurückgeholt werden, die teilweise mit dem Coronavirus infiziert waren.

Der 13. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit Beschluss vom 11. Mai 2020 (13 MN 143/20) § 5 der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona Virus vom 8. Mai 2020, der aus dem Ausland
Einreisende grundsätzlich einer Quarantänepflicht unterwirft, einstweilig außer
Vollzug gesetzt
(zur Erläuterung sei hier noch angefügt, dass alle Bundesländer dieselbe Musterverordnung hatten und nur kleine Passagen in einigen Ländern verändert wurden / redaktionelle Anmerkung)

In ihrer Begründung sagen die Richter u. a. Folgendes: “
Es fehle bereits an der erforderlichen Ermächtigungsgrundlage für den Erlass einer derartigen Vorschrift”. Dieser Satz ist eine schallende Ohrfeige für unsere Politiker, die wieder einmal alle rechtlichen Vorgaben unserer Gesetzgebung bewusst außer Acht gelassen haben, um ihre Bürger wie kleine Kinder zu gängeln und ihnen einfach mal so ihre Grundrechte nach Gutdünken entziehen (https://oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/13-senat-setzt-grundsatzliche-quarantanepflicht-fur-aus-dem-ausland-einreisende-ausser-vollzug-188236.html). Dieser Vorgang zeigt uns, dass wir kritisch bleiben müssen und nicht jede Verordnung ohne Fragen hinnehmen sollten. Dass wir mit unserem Standpunkt von Anfang an Recht hatten, befriedigt uns in keinster Weise. Wir schämen uns für diese Denk- und Arbeitsweise deutscher Politiker, die sich nicht an Recht und Gesetz halten. Ganz besonders für die Politiker, die in verschiedenen Bundesländern die Einreiseverordnung nicht sofort ausgesetzt haben. Gesetze und Verordnungen werden erst dann gut, wenn Richter(!) sie bestätigen!

Es ist einfach unglaublich, dass die deutschen Medien die Unwahrheit verbreiten, dass Auslandsreisen verboten sind. In den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes vom 29.04.2020 steht unter “Aktuelles” wortwörtlich: ” Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden derzeit keine Grenzkontrollen statt. Jedoch sind bei der Rückreise nach Deutschland die Quarantäne-Regelungen der Bundesländer zu beachten” (https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/niederlandesicherheit/211084).  Das bedeutet also, dass niemand die 72-Stunden-Regelung überwacht. Man soll sich selbst in Quarantäne begeben.

Ebenso wird in den Medien kolportiert, dass aufgrund der Reisewarnung jeder seine Reise stornieren kann und das Recht auf Erstattung der vollen Mietsumme hat. In Bezug auf  Pauschalreisen mag das richtig sein. In Bezug auf die Anmietung eines privaten Ferienhauses ist das allerdings nicht richtig. Ein solcher Mietvertrag ist mit einem Wohnungsmietvertrag gleichzusetzen, der dementsprechend auch nicht einfach wegen einer Reisewarnung storniert werden kann. Es gelten hierbei die vertraglichen Vereinbarungen, die auch von beiden Seiten unterzeichnet wurden. Wir empfehlen Ihnen vor Stornierung unseres Ferienhauses ein Telefonat mit uns zu führen oder eine Rechtsberatung bei einem Fachanwalt in Anspruch zu nehmen. Dies nicht, um einen Rechtsstreit vorzubereiten, sondern um einfach auf der sicheren Seite zu sein.

Laut einem Bericht der Tageszeitung “Welt” planen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg ab dem 11.05.2020 in ihren Ländern wieder die Vermietung von Ferienhäusern, Ferienwohnungen und Hotels zuzulassen. Eine Argumentation, deutsche Ferienhausgäste in den Niederlanden von einer Reise abzuhalten, wäre damit wohl hinfällig (https://www.welt.de/politik/deutschland/article207613091/Corona-Krise-Niedersachsen-NRW-und-BaWue-wollen-Tourismus-hochfahren.html). Auch die Seite der Landesregierung NRW weist darauf hin: https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/baden-wuerttemberg-niedersachen-und-nordrhein-westfalen-stellen-drei-phasen-konzept

Alle Strandlokale sind ab 1. Juni wieder komplett geöffnet (zunächst für maximal 30 Gäste/Reservierungen sind angeraten) und die Strandkabinen wurden am 17.05.2020 auch wieder aufgebaut. Ab 1. Juni können unsere Gäste ihre Strandkabinen benutzen (Anfang Juni bis Mitte September).

Wir haben in Zeiten von Corona unsere Stornierungsbedingungen angepasst. Unsere Gäste, die Ihren Mietvertrag ab dem 01.06.2020 abgeschlossen haben, können bis zu sechs Wochen vor Anreise kostenlos stornieren. Sollten die Niederlande oder Deutschland die Grenze schließen, werden wir 100 Prozent zurückzahlen. Sollten Sie nach der 6-Wochen-Frist stornieren, werden wir uns um einen Nachmieter kümmern. Wenn uns das gelingt, erhalten Sie ebenfalls 100 Prozent zurück. Für alle Stornierungen gilt, dass wir die Endreinigung, Kurtaxe, Fahrradmiete und natürlich die Kaution in voller Höhe zurückzahlen.

2 Gedanken zu “Fragen zum Coronavirus

  1. Vielen Dank für diese umfangreichen, hilfreichen und meiner Meinung nach vorsichtig positiv stimmenden Informationen!
    Auch wenn es momentan viele andere Themen, Probleme und Prioritäten gibt, so denke ich dennoch, dass sich viele Gäste fragen, ob und in welchem Rahmen der geplante Holland-Urlaub stattfinden kann.
    Umso schöner, wenn auch wenig überraschend, dass Sie, liebe Familie Nölle, uns Gästen bzw. Interessierten diesen besonderen Informationsservice bieten.
    Es bleibt für uns alle zu hoffen, dass sich die Lage in absehbarer Zeit wieder entspannt und normalisiert!

    1. Vielen Dank für die lieben Worte.
      Wir machen das gerne und möchten auch dafür Werbung machen, den Urlaub (nach derzeitigem Stand!) anzutreten. Es handelt sich um ein ländliches Gebiet, in dem man ohne Mühe Menschen aus dem Weg gehen und alleine sein kann. Man kann dieser doch schwierigen Situation ein wenig entfliehen und den Kopf freibekommen, bevor man sich wieder dem Alltag stellt. Zuhause geht das einfach nicht. Der Urlaub ist gerade jetzt so unendlich wichtig…
      Abschließend sei gesagt, dass Verantwortlichkeit im Umgang mit meinen Mitmenschen nicht auf den Wohnort beschränkt ist.
      Bleiben Sie alle gesund, wo immer Sie sind!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.