
Jedes Jahr werden viele Schwimmer aus lebensbedrohlichen Situationen an den Stränden der Niederlande gerettet. Die Rettungsbrigade führt dies auf die mangelnde Erfahrung beim Schwimmen im Meer und auf Naturphänomene wie der Mui („Mui ist ein natürlicher Wasserweg, der das Wasser von der Küste ins offene Meer ableitet. Muien befinden sich am oder in der Nähe des Strandes und verlaufen in der Regel senkrecht zur Küste“) zurück.
Menschen, die mit einem Mui nicht vertraut sind, versuchen oft, gegen die Strömung zu schwimmen. Obwohl die Rettungsbrigade regelmäßig Menschen aus einem Mui rettet, hat der Kampf gegen eine solche Strömung manchmal tödliche Folgen. Auch in dieser Saison sind bereits Schwimmer von einem Mui getötet worden.
Ein Bericht des Mediums „Ruhr24“ hat das im letzten Jahr erklärt. Zusätzlich noch ein Video und ein zweites Video, die leider nur auf Niederländisch verfügbar sind.
Wir empfehlen jedem Strandgänger, die Reddingsbrigaden aufzusuchen und danach zu fragen, wo sicheres Schwimmen möglich ist.
Passen Sie auf sich auf!
Erläuterung des muistroom:
Parallel zum Strand befinden sich oft zwei nebeneinander liegende Sandbänke. Zwischen den Sandbänken befindet sich eine tiefe Rinne senkrecht zum Ufer. Manchmal gibt es mehrere Reihen von Sandbänken, die durch Rinnen voneinander getrennt sind.
Bei Hochwasser, aber auch bei starkem Wellengang, füllen sich die Rinnen und das Wasser fließt zwischen den Sandbänken ab. Dies ist der „Muistroom“, der bei Ebbe besonders stark ist. Es ist anstrengend oder unmöglich, gegen eine solche Strömung anzuschwimmen; besser ist es meist, sich mitreißen zu lassen. Weiter draußen auf dem Meer verliert die trübe Strömung an Kraft und man kann diagonal zurück zum Strand schwimmen. Ein tückischer Aspekt der trüben Strömung ist, dass die Wasseroberfläche dort recht ruhig ist. Man sieht wenig oder keine Brandung, während die Wellen sichtbar an die angrenzenden Sandbänke schlagen.